Der Schwibbogen, auch Lichterbogen genannt, kommt ursprünglich aus dem Erzgebirge und entstand erstmals 1740 in Johanngeorgenstadt. Die Illustratorin Paula Jordan entwarf jedoch bereits 1736 im Rahmen der Schwarzenberger „Feierobndschau“ das Motiv, welches noch heute zu den am weitesten verbreiteten gehört. Der Entwurf von ihr hatte 9 Lichter und wurde, nachdem er gebaut wurde, zum Symbol der Schwarzenberger „Feierobndschau“. Er ist übrigens noch heute ein Wahrzeichen von Johanngeorgenstadt.

Viele Schwibbögen wie sie auch bei www.schwibbogen-xxl.de zu finden sind, wurden zu damaligen Zeiten aus Blech hergestellt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde jedoch, vor allem in der DDR, Holz zum Hauptmaterial für die Lichterbögen. Erklären lässt sich das vor allem durch die hohe Nachfrage und das sehr geringe Angebot. So kam es, dass Schwibbögen oft als Laubsägearbeit durch Privatpersonen hergestellt wurden, um die entsprechende Nachfrage zu decken. Als Vorlage wurden dazu Vorbilder aus Blech verwendet.

Der Symbolcharakter der Schwibbögen hat in den letzten Jahren stark gelitten. Viele sehen ihn nun mehr einzig als schöne Dekoration zu Weihnachten an, die man sich ins Fenster stellen kann.

Dabei ist die historische Bedeutung keine Geringe. Am letzten Arbeitstag vor Weihnachten versammelten sich die Bergarbeiter zu einer Mette im Stollen. Dabei wurde als Tradition ein Schwibbogen entzündet, der warmes und beruhigendes Licht spendete. Damit wollten die Bergarbeiter ihr Sehnen nach Tageslicht sowie den Wunsch nach Frieden ausdrücken.

Traditionsgemäß besteht der Schwibbogen aus elf Lichtertüllen. Dabei stellt jede Einzelne einen der zwölf Jünger Jesu dar. Da die zwölfte Lichtertülle fehlt, ist diese das Symbol für den Verräter Judas.

Im Jahre 1810 wurde dann erstmals ein Schwibbogen mit nur 7 Lichtertüllen hergestellt. Gründe für ausgerechnet diese Zahl gibt es mehrere. Zum einen kann es daran liegen, dass einfach kleinere Schwibbögen gebaut wurden und keine 11 Lichtertüllen mehr darauf passten, zum anderen galt die Sieben stets als eine heilige Zahl. Mittlerweile gibt es Schwibbögen mit unterschiedlichsten Anzahlen an Lichtertüllen. Allerdings immer in ungerader Zahl. Das ist höchstwahrscheinlich auf die bessere Aufteilung zurückzuführen.

In der Vergangenheit wurden als Lichtquellen vorwiegend Wachskerzen genutzt. Dieser traditionelle Gebrauch nimmt jedoch in der heutigen Zeit mehr und mehr ab und immer mehr steigen auf den elektrischen Betrieb ihres Schwibbogens um.

 
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