Engel sind aus dem katholischen Glauben nicht wegzudenken. Der Grund dafür liegt nicht zuletzt im Neuen wie im Alten Testament, in welchen Engel schlägig erwähnt werden. Engel fungieren in den heiligen Schriften vor allem als Begleiter, Boten oder Beschützer, welche im göttlichen Auftrag zur Erde herabsteigen und mit den Menschen in Kontakt treten.

Die Aufgabe der Engel

Die Hauptfunktion der Engel liegt vor allem darin, Gott zu dienen. Engel dürfen aus christlicher Sicht heraus nicht angebetet werden. Dies wird in der Offenbarung des Johannes deutlich, in der steht: „Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist“, in diesem Teil des Evangeliums fällt Johannes einem Engel zu Füßen. Aber der Engel weißt ihn darauf hin: „Tu das nicht! Ich bin ein Knecht wie du und deine Brüder, die das Zeugnis Jesu festhalten.“ (Offenbarung 19,10). Signifikant ist der Aufbau jedes Engelnames, der stets auf den göttlichen Ursprung hinweist. Denn die Endung „el“ wie bei den Erzengelnamen Michael, Gabriel und Rafael, deutet einzig und allein auf Gott hin. Übersetzt bedeuten die Namen im Übrigen:

  • Michael „Wer ist wie Gott?“
  • Gabriel heißt „Gott ist Kraft“
  • Rafael „Gott heilt“.

Himmlische Heerscharen und Schutzengel

Die Heilige Schrift erzählt neben der Funktion eines Engels als Bote oder Begleiter auch von himmlischen Herrscharen. So steht bei Jesaja 6,2, dass dieser bei seiner Berufung zum Propheten Jesaja den Herrn auf dem Thron sah, über welchem Serafim standen. Etliche Teile der Bibel erzählen gar von Engeln als Gottessöhne. Auch Satan wird in diesem Zusammenhang erwähnt.  So steht im Buch Ijob (1,6): „Nun geschah es eines Tages, da kamen die Gottessöhne, um vor den Herrn hinzutreten; unter ihnen kam auch der Satan.“

Der Ursprung des Schutzengel-Glaubens

Besteht nun der himmlische Hofstaat aus Engeln oder sind Engel Boten – oder trifft beides zu? Leser des alten und neuen Testaments treffen auf beide Hinweise. Gar außergewöhnlich kann die Situation des Erzengels Rafael beschrieben werden, der Tobias eine Reise lang beisteht (Tobit 5). Diese Geschichte ist die Grundlage für viele Engelauslegungen, da sie der Phantasie freien Raum lässt und den Glauben an Schutzengel bekräftigt. Da der Engel Rafael u.a. sein heilerisches Geschick an den Tag legt, gilt er speziell in der Welt der Esoterik als der Engel, der der Heilung zugeordnet wird. Siehe dazu auf der Seite annatom.de. Bei Tobit 5 erklärt er Tobias, wie er eine Heilsalbe für seinen blinden Vater bereiten kann. Bei Daniel 5 werden Daniels Freunde vor dem Feuertod bewahrt. In der Löwengrube hält ein Engel dem Löwen das Maul zu, um Daniel vor dem Unheil zu beschützen (Daniel 6). In der Bibel erscheinen Engel aber auch im Traum. In der Genesis 28,12 wird beschrieben, wie Jakob im Traum den geöffneten Himmel sieht und Engel über eine Himmelsleiter auf- und absteigen.

Der Glaube an Engel beflügelt unser Denken

Aber auch im Neuen Evangelium ist von Engeln die Rede. Speziell die Verkündigung von Jesu Empfängnis und Geburt geht mit der Erscheinung von Engeln oder Engelscharen einher. So haben Engel ihren festen Platz in der heiligen Schrift und im Glauben der Menschen an das Göttliche und Heilige. Auch wenn Engel nicht angebetet werden dürfen, nehmen Sie den Platz im Glauben ein, der die Menschen mit Gott verbindet. Engel können somit als Bindeglied zwischen dem Irdischen und dem Himmlischen angesehen werden. So wundert es nicht, dass Engel nicht nur ihren festen Platz im Glauben, sondern auch im Herzen der Menschen gewonnen haben.

 

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